Was darf nicht verschwiegen werden

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Beata
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Was darf nicht verschwiegen werden

Beitrag von Beata » 04.06.2013, 13:57

Hin-und wieder tauchen in jeder Hunde-Vermittlungsorganisation oder Fernsehsendungen für zu vermittelnde Hunde, Epileptiker auf. Auch diese Hunde haben ein schönes neues Zuhause verdient.

Sie zu vermitteln ist besonders schwer, weil die Diagnose "Epilepsie" abschreckt.
Ich möcht dazu etwas schreiben, da ich selber eine Hündin, die Epileptikerin ist, aus einer Vermittlung aufgenommen habe.

Trotz aller gut gemeinten Bemühungen, einen solchen Hund zügig vermitteln zu wollen, darf man die Diagnose Epilepsie dem zukünftigen Besitzer nicht beschönigen, sondern muss ganz klar dazu sagen, was das für den zukünftigen Besitzer bedeutet, worauf er sich einstellen muss.

Es MUSS zwingend darauf hingewiesen werden, dass ein Hund sich nach Anfällen verändern kann (nicht muss) und dass man sich, je nach Schwere der Epi auf eine lebenslange Tablettengabe einstellen muss (Kosten) und je nachdem, ob der Hund schon ausreichend untersucht wurde (Ausschlußdiagnostik), auch das.

Ist ein Zweithund da, sind Kinder da..... wie ist es im Urlaub, wenn der Hund alleine bleiben muss, dass die Tablettengabe absolut regelmäßig sein muss usw. All das muss ein möglicher neuer Besitzer wissen.
Es hilft weder dem neuen Besitzer und schon gar nicht dem Hund, wenn das heruntergespielt oder oder als "der krampft hin-und wieder" abgetan wird.

Ich habe eine Epihündin aus dem Tierschutz, sie ist gut auf Tabletten eingestellt und anfallsf.... ich spreche es nicht aus.... sie ist ein wunderbarer Hund, sie ist aktiv und wir bereuen keine Sekunde, sie zu uns genommen zu haben.
Trotzdem muss ich ganz klar sagen...es ist auch viel Glück, was wir mit ihr haben...... leider ist das absolut nicht bei allen Hunden so.

Es MUSS in jeder Vermittlung unbeschönigt angsprochen werden, ein neuer Besitzer MUSS wissen, was auf ihn zukommt mit einem Epi.

Das Forum hier ist gerne behilflich dabei.
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